Korlingen stellt sich vor
(Textauszug aus einer Wanderkarte, herausgegeben von der VG-Ruwer)
Korlingen hat derzeit 890 Einwohner und liegt in einer Höhe
von 300m ü.NN (260m bis 350m ü.NN).
Weinberge,
Äcker und Wiesen umschließen den Ort, der südlich
des großen Waldgebietes im unteren Ruwertal liegt.
Die Fliehburganlage auf der Naumeter Kupp (moselromanisch "nova
motta", mundartlich heute "Naumett") war bereits
- wie Grabungen des rheinischen Landesmuseums ergaben - zur Römerzeit
in Betrieb. Eine genauere archäologische Untersuchung, die
eine Datierung ermöglichen würde, steht noch aus. Ihre
Lage auf dem spornartig ins Ruwertal hineinragenden Berg mit steilen
Abhängen zu drei Seiten, bot ideale Voraussetzungen zur Anlage
einer Fliehburg (archäologisch: Abschnittswall).
Auf
der Höhe der Naumeter Kupp steht ein Landschaftskreuz des Hunsrück-Vereins.
Von hier hat der Wanderer einen einmalig schönen Fernblick
auf das untere und obere Ruwertal, den vorderen Hochwald um Osburg
und die Eifelberge jenseits des Moseltales.
Die erste urkundliche Erwähnung von Korlingen stammt von 975,
in der Erzbischof Dietrich von Trier seinen Besitz in der "villa
Corlanch" der neugegründeten Abtei St. Martin in Trier
schenkt.
Die im Jahre 1769 aus Bruchsteinen erbaute Kapelle enthält
ein beachtenswertes Inventar: Tabernakelaltar von 1769, in der Mitte
eine Holzfigur der Muttergottes mit dem Kinde, seitlich sechs Engelputten.
An der Seitenwand: Holzfigur des hl. Valentius, 105cm hoch, in lebhaft
bewegter Gewandung auf einer Konsole.
Gegenüberliegend aus dem 18. Jahrhundert Holzrahmen 170cm x
140cm, mit 25cm hohen Figürchen der 14 Nothelfer und der Figur
des Salvators. Alle Figuren auf Konsölchen und unter Baldachinen.
Altem Brauch folgend geht auch heute noch die Bevölkerung in
Gruppen oder Einzelpersonen - auch der Nachbardörfer - in diese
Kapelle wallfahren.
Im Turm hängt eine der ältesten Glocken unserer Region
(von 1687), ihre Inschrift: "Jesus, Maria, Joseph, Orate pro
Nobis".
Am
südwestlichen Ortsrand, links der K57, versteckt zwischen Strauchwerk,
finden wir eine Feldkapelle aus dem 17. Jahrhundert. In ihrem Inneren
einfache Steinfiguren der Maria mit dem Leichnam Jesus und den Donatus
darstellend.
Im Tal der Ruwer - unterhals Korlingen - klapperten ehedem mehrere
Mühlen, die das Getreide der umliegenden Ortschaften mahlten.
Heute stehen noch die Gebäude, aber die Wasserräder stehen
still.
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